Auf der CEBIT ist es aktuell Thema Nr. 1 – Drohnen. Schaut man in die Szene auf Facebook dann ist dieses Wort jedoch total verpönt. Dort heißt es Kopter, Multikopter, Quadrokopter usw… Doch für den Endverbraucher macht das keinen Unterschied. Es sind ferngesteuerte Fluggeräte meist mit einer Kamera drunter.

Ich hatte das Glück 2 der wohl bekanntesten Multikopter zu testen. Die DJI Phantom 3 4k sowie die Yuneec Typhoon q500 4k.

Zu Beginn möchte ich erst einmal sagen, macht euch mit den Gesetzen vertraut. Der Luftraum ist beim besten Willen kein rechtsfreier Raum und ihr macht euch schnell unglücklich.

Was ist in Deutschland zu beachten? (Für die private Nutzung)

Kurz und knapp zusammengefasst: Flieg nicht höher als 121 Meter, flieg nur auf Sicht und schließ eine Haftpflichtversicherung ab. Für Multikopter gibt’s die schon bei Modellflugverbänden für unter 50 Euro im Jahr.

Kleiner Sidekick für die gewerbliche Nutzung, ja auch wenn du die die Videos auf Youtube monetarisierst, benötigt man eine Aufstiegsgenehmigung.

Jetzt zum Test.

Die Yuneec Typhoon q500 4k

Foto_20160209_112918Mensch was war das für ein Karton der da geliefert wurde. Ich machte ihn auf und darin war ein echt cooler Alukoffer. Neben einem Haufen Anleitungen, ich geh da gleich noch drauf ein, befanden sich 2 Sätze Rotoren, der Typhoon Quadrokopter, die Fernbedienung mit eingebautem FPV Monitor, 2 Akkus mit Ladegerät und ein Staddygriff für die Kamera, sauber verpackt darin.

Ich bin ja kein Freund von Papierkram aber durch die Anleitungen wollte ich zumindest einmal schnell druchfliegen. Pustekuchen. Extrem komplexes Setup wird benötigt, damit die Typhoon überhaupt flugtfähig wird. Hier fehlt mir das Feeling von „Almost-Ready-To-Fly“.

Naja gehen wir raus, Kalibrieren den Kompass und fliegen eine Runde. Haha ok die Geschichte muss ich euch noch erzählen.

Das mit dem Kompass ist ein Spaß. Ihr müsst die Nase des q500 nach Norden halten, vorher ein paar Bewegungen mit den Steuerknüppeln Foto_20160209_151757veranstalten, und jetzt beginnt der Paarungstanz. Mit Blick Richtung Norden drehe ich den q500 wild um die eigene Achse. Ein Piepen sagt mir: Kalibriert! – Ich so Yehaa! Endlich fliegen.

In der Luft liegt der Typhoon wie ich finde recht unruhig. Kommt ein Windzug hat er schon schwer zu kämpfen. Hier arbeitet der Gimbal mit der Kamera aber super. Auf den Videobildern sieht man nichts von den Bewegungen.

Das FPV Bild auf der Fernbedienung ist leider recht schlecht. Dafür sieht man schön aufgeräumt alle wichtigen Daten des Multikopters.

Das Fliegen ist jedoch super einfach und Funktionen wie Follow-Me usw runden den Spaß ab.

Videos und Bilder

Hier bin ich von der Typhoon etwas enttäuscht. Klar die Aufnahmen sind in 4k, Bilder sind auch in einer guten Auflösung, allerdings fehlt mir ein wenig die Tiefenschärfe. Dazu kommt, dass bei Dunkelheit die Typhoon keine ordentlichen Bilder mehr liefern kann. Aber ich denke für den Hobby-Fotografen ist es alles in allem ordentlich.

 

Die DJI Phantom 3 4k

Zunächst muss ich sagen, DJI hat jetzt gerade die Phantom 4 in den Verkauf gebracht sodass dieses Review schon ein wenig überholt ist.

Foto_20160204_163332Kommen wir zum Unboxing. Nur ein Karton, jedoch alles super sicher verpackt. 2 Sätze Rotorblätter, ein Akku mit Ladekabel, eine Anleitung und die Phantom 3.

Die ist kleiner und kompakter als die Typhoon und das Design erinnert mich an einen alten iMac. Mich hatte DJI damit sofort.

LOSFLIEGEN… Ne Stopp! App Runterladen, Fernbedienung mit dem iPhone verbinden und jetzt geht’s los! Ehm nein. IMU muss kalibriert werden. Folgt nun der nächste Paarungstanz? Nö Einfach im Menü die Kalibrierung starten, die Phantom ruhig stehen lassen und abwarten. Gut sie macht dabei echt nervige Geräusche, aber es ist unkompliziert.

Als das fertig war, raus in den Hof und Abflug.

Was mir hier besonders gut gefallen hat ist der Startvorgang: Du slidest auf dem Display und die Phantom hebt ab und bleibt auf 1,2m vor dir stehen. Nun kann man sich mit der Steuerung vertraut machen und den ersten Flug wagen.

Fliegen lässt sich die Phantom meines Erachtens flüssiger als die Typhoon. Sie liegt ruhiger in der Luft und reagiert nicht ganz so bissig auf die Steuerung.

Videos und Bilder

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HDR Shot bei Sonnenuntergang

Foto_20160206_201234Hier punktet die Phantom auf ganzer Linie. Egal wie das Wetter ist oder ob es Nacht ist, die Bilder werden Scharf und sind klasse belichtet. Darüber hinaus gibt es Apps wie DronePan. Hiermit könnt ihr klasse Panoramashots automatisch von der Phantom machen lassen. (Die Apps werden von DJI offiziell nicht unterstützt. Nutzung auf eigene Gefahr und Prüft bitte, ob das autonome Fliegen in eurem Land erlaubt ist).

Hier dann auch noch ein Video, welches ich mit der Phantom 3 4k aufgenommen habe

Fazit

Da die beiden Multikopter aktuell zu einem ähnlichen Preis verkauft werden, würde ich jedem zur DJI Phantom 3 raten. Wie es mit der Phantom 4 aussieht, was sie besser kann und ob es sich lohnt kann ich aktuell noch nicht beurteilen. Vielleicht habe ich die Chance die Phantom 4 zu testen um dann diesen Beitrag zu aktualisieren.

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4 Kommentare

  1. Ich finde genau das Gegenteil.
    Yuneec liegt ruhiger in der Luft.
    Videoaufnahmen sind ruhiger und schärfer.
    Yuneec ist für mich als Filmer besser.
    Reichweite reicht vollkommen aus.
    Was nützt mich eine enorme Reichweite eines Phantom, den ich dann nicht mehr sehen kann.
    Ist ja hier nicht erlaubt.
    Glaube der Themstarter hat ein Montagsgerät erwischt oder falsch kalibriert.
    Auch im Wind lässt er sich gut regeln, wenn man rechts den Hebel auf max. Stellt

  2. Sorry, aber Dein Vergleich hinkt in vielen Fällen und ist mehr als Oberflächlich.

    Preis sei gleich? Beim Yuneec sind schon mal 2 Akkus enthalten, beim Phantom nur einer. Was kostet ein zweiter Akku? Weit über 100€. Wo ist das Gimbal für Bodenaufnahmen beim Phantom? Gibt es nicht? Was kostet das Osmo System…

    Kamera könne in dunkeln keine Aufnahmen machen. Wusste ich auch noch nicht. Hab Sie gemacht, einige Tausend fanden es Geil… obwohl es nicht ging? 😉
    Ich hatte eine Phantom und vermisse sie nicht. Beim Filmen ist der Q einfach die Bessere Wahl. Kein Landegestell und sogut wie nie Propeller im Bild.
    Und natürlich sind Aufnahmen gegen die Sonne und bei Nacht (Nachtflugverbot in ganz Germany übrigens) möglich. Hinzu die grandiosen Aufnahmen am Boden hängen den P3 meines Wissens um längen ab. Vom Service fange ich jetzt besser nicht an, den gibt es bei DJI ja nicht wirklich…
    MEINE beschiedene Meinung.
    Und gern teile ich jedem Meine „Gegenbeispiele“ mit auf Anfrage. 😉

    1. Ich würde gerne die Gegenbeispiele sehen. Mich fasziniert der Yuneec Q500 4k, allerdings komme ich nicht ganz mit den Einstellungen beim Filmen klar, wie man das beste Bild im Film bekommt. Danke, Matthias

      1. Verstehe deine Frage nicht ganz.
        Was ist für Dich das beste? 120fps? 4K?
        Kein Fotograf fotografiert z.B. im Automatik Modus, weil es nunmal nicht immer die Beste Einstellung ist.
        Je nach Licht brauchst Du andere Einstellungen.
        Ich nutze am 4K sich ND- Filter, je nach Licht andere.

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