Dass all diese Drohnen ziemlich ins Geld gehen, ist wahrscheinlich klar. Trotzdem, es gibt auch unter den Profidrohnen sehr große Preisunterschiede. Außerdem werden die Drohnen immer modularer.Warum das so ist, welche Drohne für wen am besten geeignet ist und was eine Profi-Drohne vom Rest der Drohnenwelt unterscheidet, erfahrt im folgenden Artikel!

Warum eine Profi-Drohne?

Es ist zunächst einmal klar, dass eine Profi-Drohne naturgemäß besser ist, als eine Anfängerdrohne und auch ein Multicopter für Fortgeschrittene. Doch warum? Wieso nicht gleich eine Profi-Drohne kaufen? Ganz einfach: Profi-Drohnen sind für den professionellen Einsatz gemacht. Das schließt in den meisten Fällen auch den kommerziellen Einsatz am „Set“ mit ein. In der Tat bleiben Profi-Drohnen oft den wahren Multicopter-Enthusiasten oder professionellen Piloten – beispielsweise bei einer Werbeagentur oder bei Selbstständigen – vorbehalten. Die große Investition in eine professionelle Drohne muss sich schließlich bezahlt machen. Es ist weiterhin der Fall, dass die Investitionen in immer bessere Technik immer teurer werden – exponentiell steigend. Das heißt, dass der preisliche Unterschied von einer Drohne für Fortgeschrittene nicht so hoch ist, wie der technische Unterschied. Natürlich klingt das zunächst einmal nach einer sehr subjektiven Wahrnehmung, doch die Erklärung liegt auf der Hand: Bereits eine entsprechende Anfängerdrohne kann dasselbe wie eine Profidrohne: Sie fliegt, sie kann Luftaufnahmen machen, FPV ist ebenfalls möglich. Sie kann alles eben nur ein bisschen schlechter. Der Schritt hin zu FullHD beispielsweise kostet ein wenig mehr Geld. Der Schritt hin zu 4K – also zur noch aktuelleren Technik – kostet ein Vielfaches mehr. So ist es auch in anderen Bereichen abseits der Kameratechnik – beispielsweise hinsichtlich der Tragkraft der Drohne.

Die meisten Profi-Drohnen sind modular aufgebaut

Neben den gerade eben erklärten Eigenschaften und Einsatzzwecken einer Profi-Drohne unterscheidet sie sich von den technisch unter ihr stehenden Kollegen auch noch hinsichtlich ihres Aufbaus: Die meisten Profi-Drohnen sind sehr modular aufgebaut. Einzelne Module wie Kamera, Gimbal, Rotoren, Haltevorrichtung, Computer, Akkus und viele mehr können schnell und einfach gewechselt bzw. zusammengestellt werden. Daraus folgt unweigerlich, dass die Module einzeln zu kaufen sein könnten. In der Tat gibt es Profi-Drohnen, bei denen man keine komplette Drohne kaufen kann, sondern nur die einzelnen Module. Wieder ein Grund mehr der dafür spricht, sich eine Profi-Drohne nur dann zu kaufen, wenn man sich auskennt und die Drohne bzw. die Module zusammenbauen kann. Deshalb ein kleines Zwischenfazit für die unerfahrenen Leser:

Wer eine Profi-Drohne fliegt bzw. besitzt, muss sich auskennen!

Das sind die Top 5 Profi-Drohnen!

Nachdem wir nun etwas über die Einsatzzwecke, die Kaufgründe und die Natur einer Profidrohne geschrieben haben, gehen wir nun zum zentralen Inhalt dieses Artikels über: Die Top 5 Profidrohnen. Am besten, wir stellen sie einfach mal vor:

  • DJI Matrice 600
  • DJI Spreading Wings S1000+
  • DJI Spreading Wings S900
  • DJI Inspire 1 Pro
  • XINTE Walkera TALI H500

DJI Matrice 600

Ziemlich neu auf dem Markt ist dieses Drohnenkonzept von DJI: Die Matrice ist die „Basis“ und demnach nur der Flugkörper. Alles andere muss (modular) hinzugefügt werden. Das Besondere an der Matrice 600 ist ihre hohe Zuladung von 6 kg! Dem gegenüber ist sie recht „leicht“, auch was den Konstruktionsumfang betrifft, denn es handelt sich um einen Hexakopter. Das werden wir gleich besser sehen, wenn wir die S1000+ betrachten. Die Flugzeit liegt bei etwa 15 bis 30 Minuten, je nach Zuladung. Der Preis der Matrice startet bei 5300 Euro.

DJI Spreading Wings S1000+

Diese Drohne (oder eher Plattform, denn auch hier ist der Grad der Modularität sehr hoch) ist ebenfalls von DJI und der Matrice 600 ähnlich – zumindest was ein paar Daten betrifft. So hat die Spreading Wings S1000+ beispielsweise eine Maximalzuladung von 5 kg. Jedoch – und das ist ein Manko, aber auch ein Vorteil – handelt es sich hier um einen Oktakopter. Der Nachteil liegt in einem erhöhten Konstruktionsumfang (höherer Wartungsumfang), der Vorteil in einer erhöhten Stabilität. Leider fliegt sie nur 15 Minuten. Preislich bewegen wir uns hier ab 2150 Euro (Nur Flugkörper und WooKong-M).

DJI Spreding Wings S900

Eigentlich gibt es hier nicht viel zu sagen: Es handelt sich hier quasi um eine abgespeckte S1000+, als Hexakopter und mit weniger Zuladung (etwa 4kg). Sie fliegt zudem etwas länger (18 Minuten). Hier geht der Preis ab 1550 Euro los.

DJI Inspire 1 Pro

Die Inspire 1 Professional ist weniger modular und eher eine Schnittstelle zwischen Fortgeschrittenen und Profi-Drohnen. Der Vorteil liegt darin, dass man also weniger „Ahnung“ bzgl. Drohnen haben muss – wobei das auf ein sehr hohes Niveau bezogen ist. Der Käufer erhält hier eben einfach ein „Komplettpaket“ (also mit Kamera und allem Drum und Dran) ohne Modularisierung, dessen technische Qualitäten aber durchaus in den professionellen Bereich passen. Sie fliegt etwa 15 – 20 Minuten und startet preislich ab 3900 Euro.

XINTE Walkera TALI H500

Um mal wieder etwas anderes als DJI zu hören und weil sich diese Drohne ebenfalls im Bereich zwischen Fortgeschritten und Profi bewegt, haben wir die XINTE Walkera TALI H500 in diese Auflistung mit reingenommen. Sie hat eine Traglast von etwa 2,5 kg und hat alle Funktionen, die in diesem Segment üblich sind. Das Besondere: Sie fliegt mit einer Flugzeit zwischen 25 und 30 Minuten sehr lange. Preislich startet sie bei etwa 1500 Euro.

Was kaufe ich nun?

Was Ihr kauft, wollen wir euch ohnehin nicht vorschreiben. Wie auch? Wir kennen euch und eure Bedürfnisse ja nicht. Aber wir können ein paar spezielle Seiten beleuchten und für die Allgemeinheit sprechen. Ihr habt sicher bemerkt, dass wir in den Beschreibungen immer den Preis und das Startgewicht sowie die Flugzeit genannt haben. Das hat den Grund, dass dies mit die wichtigsten Kriterien beim Drohnenflug im professionellen Bereich sind. Intelligente Funktionen spielen weniger eine Rolle, zumal die bekannten Dinge ohnehin mit an Bord sind. Wichtig ist vielmehr, dass die eigene Kameratechnik getragen werden kann und wie lange die Drohne fliegt – ein wichtiger Kostenfaktor und ein Kriterium beim Filme drehen. Deshalb können wir unseren Fragenkatalog in dieser Ausgabe einfach weglassen, richtet euch einfach nach dem von euch gewünschten Gewicht und der Flugzeit – und natürlich nach dem Preis.

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