In Hamburg sagt man Tschüss – Eishockeydeutschland verliert den Kampf um die Lizenz

Torsten SchiefenVeröffentlicht von

Wie heißt es in einem Lied von Heidi Kabel? In Hamburg sagt man Tschüss. Leider ist dieses Tschüss bittere Realität für die Hamburg Freezers geworden.

Wie der Verein auf seiner Fanpage bekannt gegeben hat, hat die AEG es durchgezogen. Der DEL Standort Hamburg schließt seine Tore.

Es war jedoch erstaunlich, wie Eishockeydeutschland in diesem Kampf gezeigt hat, worauf es ankommt. Zusammenhalt! Leider zeigt es aber auch, dass große Problem des modernen Sports: Hast du einen großen Investor, sitzt er am längeren Hebel. Hat er keinen Bock mehr, schmeißt er dich weg wie eine ausgelutschte Weißwurst. Ich meine toll, es wurden über 500.000 Euro gesammelt, viele Prominente haben sich zu dem Thema geäußert, Sponsoren haben Geld bereit gestellt. Doch die AEG hat einfach keinen Bock mehr.

Willkommen in der Realität. Es ist doch nicht nur in Hamburg so. Wenn Berlin in den nächsten Jahren keinen Titel holt sehe ich auch hier schwarz. Ohne Titel ist ein Verein nichts wert. Kein Titel, keine internationalen Spiele, kein ausreichender ROI. Aber dieses Problem haben nicht nur die Anschutz Teams. Was ist den mit den Thomas Sabo Icetigers, RedBull München oder auch dem KEC? Wenn die Gesellschafter gehen sieht es schlecht um die Vereine aus.

Zum Schluss eine Bitte: Kommt auf den Boden der Tatsachen zurück. Keinen Gesellschafter interessiert, was die Fans wollen. Zumindest interessiert sie es nicht primär. Sie investieren ihr Geld um es zu vermehren (ist ja ihr gutes Recht). Wenn aber dieses „Vermehren“ nicht mehr klappt machen sie es wie in einer asiatischen Massenhundezucht: Wer nicht mehr genug wirft, wird entsorgt.

 

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